Leistungssteigerung reicht noch nicht zum Sieg in Hagen

Nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Partien ging es am Samstagabend zu den Sportfreunden der BG Hagen. Vor dem Spiel rangierten beide Teams im Tabellenkeller und warteten auf den ersten Sieg in der Liga. Es stand also fest, nach dem Spieltag wird ein Team weiter ohne Sieg bleiben, wir wollten das nicht sein.

BG Hagen 2 – BC Langendreer 69 – 67
(16- 19, 16- 15; 18- 21; 19- 12)

Unterstützt von den tapferen und treuen Fünf auf den Rängen, starteten wir verhalten ins Spiel. Man merkte dem Team an, dass die Niederlagen der letzten Wochen ihre Spuren hinterlassen hatten. Selbstvertrauen aktuell ein absolutes Fremdwort. So startete die BG mit einem schnellen 8- 2 (2. Min) ins Spiel. Aber wir behielten die Nerven und erarbeiteten uns nach und nach immer mehr die besseren Positionen auf dem Feld. So kamen wir innerhalb von 4 Minuten auch an die BG heran und zogen sogar in der 8 Minute beim Stand von 14- 12 vorbei. Wir waren endlich im Spiel, zeigten dass wir das Spiel gewinnen wollen. Aufgrund der etwas holprigen Starts, konnten wir unsere aktuelle Überlegenheit auf dem Feld allerdings noch nicht in ein Punktepolster umsetzen. So ging es mit (lediglich) +3 in das zweite Viertel (16- 19).
Das zweite Viertel startete erneut mit einem Lauf der Gastgeber. Vielleicht waren wir uns hier schon zu sicher, oder einfach überrumpelt von der Energie, die in dem jungen Hagener Team steckte, jedenfalls mussten wir in den ersten 4 Minuten einen 7- 0 Lauf hinnehmen und blickten erneut einem Rückstand hinterher (23- 19). Aber wieder zogen wir uns selbst aus dem negativen Moment heraus. Mit guter Verteidigung und effektiven Offensivabschlüssen schafften wir selbst einen 0- 7 Lauf und stellten den alten Abstand wieder her. Bis zur Halbzeit tasteten sich beide Teams dann erst einmal ab. Keine Mannschaft wollte dem Gegner einen weiteren Lauf gönnen und mit einem größeren Rückstand in die Pause gehen. Wir verpassten in diesem Moment mehr aus unserem Lauf zu machen. Es wäre sicherlich möglich gewesen, dem einen oder anderen Punkt noch oben drauf zu setzen, wir schafften es aber nicht mehr unsere Vorteile auf dem Feld auch in Punkte umzusetzen.
Zur Halbzeit stand trotzdem eine kleine Führung für unsere Farben auf der Anzeigetafel. Das sollte doch Mut für die zweite Halbzeit machen. Die Ansprache zielte auch genau darauf ab. Wir waren das bessere Team, wenn wir die Kontrolle auf dem Feld behalten. Sobald wir Hagen die Tür auch nur einen kleinen Spalt öffneten, sprangen sie direkt hinein und drückten mit aller Macht dagegen. Dann war es für uns mehr als schwer, das Spiel im Griff zu halten. Aber auch die BG schien die Pause genutzt zu haben um sich auf uns weiter uns besser einzustellen.
Im dritten Viertel hielt das junge Team auf einmal physisch auch dagegen und erwischte uns fast auf dem falschen Fuß. Mit intensiver Verteidigung zwangen die Hagener uns zu schweren Abschlüssen, die wir aber in dieser wichtigen Phase erfolgreich beendeten. So kam die BG nicht näher heran und wir schafften uns ein weiteres kleines Polster zu erspielen. Mit +5 ging es in die letzten 10 Minuten. Die schwierigste Phase des Spiels bis zu dieser Zeit hatten wir schadlos überstanden und sogar Kapital daraus geschlagen. Das sollte doch Mut und Kraft für die letzten Minuten geben.
Das gab es auch! Nach einem kurzen Abtasten zu Beginn des Schlussabschnitts, starteten wir einen weiteren positiven Lauf. Ein 0-9 brachte uns in der 35 Minuten auf 54- 66 in Front. Das musste doch reichen. Tat es aber nicht. Binnen 2 Minuten drehte die BG erneut das Spiel und legte einen eigenen 9-0 Lauf aufs Parkett. Unsere eigenen Fehler, Unkonzentriertheiten brachten die BG zurück ins Spiel. Wir hatten eigentlich überhaupt keinen Grund das Spiel aus der Hand zu geben, aber wir versuchten in dieser Phase einfach ohne Abschluss über die letzten Minuten zu kommen. Das funktionierte natürlich nicht.
Mit dem positiven Lauf im Rücken agierte die BG nun sehr selbstbewusst. Unsere Bemühungen beim Stand von 63- 66 (39. Min) den Schlussstrich unter das Spiel zu setzen, ließen die Hagener nicht zu. Wir sollten uns unsere Punkte an der Freiwurflinie verdienen. Mit einem Treffer aus sieben Versuchen in den letzten zwei Minuten kann man dann ein Spiel nur noch schwer gewinnen. Dennoch lagen wir 6,4 Sekunden vor Ende noch mit 66- 67 in Front. Wir gestatteten Hagen den letzten Wurf. Aus der Ecke des Feldes, unter starker Bedrängnis wurde der letzte Wurf abgesetzt. Das Ergebnis nimmt es vorweg, der Wurf traf und wir hatten lediglich eine Sekunde für die allerletzte Chance, was dann auch nach einer Auszeit nicht reichen sollte.
So blieb es am Ende zwar bei einer Leistungssteigerung gegenüber den ersten Spielen, unterm Strich bleibt jedoch eine weitere Niederlage. Die Herbstpause kommt nun gerade Recht um uns auf das nächste Ligaspiel am 03.11. gegen Lüdenscheid vorzubereiten. Auf dem Weg dahin steht noch der WBV Pokal in der kommenden Woche an. Hier haben wir die Möglichkeit weiter daran zu arbeiten, endlich in die richtige Form zu kommen, um dann in der Liga endlich anzugreifen.

Punkte: Schlüter, J. (4); Marbach, M (18); Jung, N. (-); Köhn. L. (21); Sandscheiper, L. (3); Schneider, J. (7); Schlüter, S. (dnp); Böckmann, M. (5); Sklareck, F. (1); Wotzcka, K. (dnp); Simon, H. (8)
FW: 11/23 (48%)

2018-10-08 | 7:30